Im Logbuch: Wir essen was wir ackern

Der ACKER erhält Unterstützung von der Volksbank Stutensee-Weingarten

„Auf diesem Beet wachsen Mais und Gurken. Wir haben die zusammen gesetzt, weil sie sich gut ergänzen. Daneben ist unser Mulchbeet, da kommt der ganze Abfall vom Jäten drauf.“ Bei der Scheck-Übergabe mit Herrn Kiefer von der Volksbank zeigt Janina stolz auf die üppigen Gurkenpflanzen, an denen bereits die ersten Früchte hängen. Auch die Kürbisse, die Bohnen und Tomaten gedeihen gut. Der Salat allerdings hat unter der heißen und trockenen Witterung schwer gelitten. Auch das gehört zu den Dingen, die Janina auf dem ACKER lernt – dass es nämlich einiges an Wissen, Erfahrung und etwas Glück braucht, damit gutes und gesundes Gemüse wächst.

Seit fast einem halben Jahr gibt es nun den ACKER an der Turmberg Gemeinschaftsschule. Zwischen Hauswirtschaftsraum und Parkplatz lag früher ein unscheinbarer Grünstreifen. Nun reihen sich ordentlich die Gemüsebeete aneinander. Jeden Donnerstag Nachmittag treffen sich hier zwölf Fünft- und SechstklässlerInnen und packen kräftig an.

Welche Gemüse schmecken uns besonders gut? Wie teilen wir die Fläche ein und was kommt in welcher Reihenfolge aufs Beet? Wie arbeiten wir so zusammen, dass die Arbeit gut erledigt wird? Schnell haben die SchülerInnen gemerkt, dass beim ACKERN eine Menge Fähigkeiten gefragt sind. Unter der kundigen Anleitung von Isabell Hauth machten sie sich mit neuen Gemüsesorten vertraut, erlernten mit Begeisterung die wesentlichen Ackertechniken und Prinzipien des ökologischen Gemüseanbaus. „Für unsere SchülerInnen ist das eine tolle Sache, denn sie arbeiten gerne praktisch und im Freien“ freut sich Konrektor Jürgen Holderer. Ganz nebenbei lernen sie durch ihr eigenes Tun, was gute und gesunde Ernährung ausmacht – und wie gut sie schmeckt!

Längst sind die Radieschen verzehrt, der Mangold steht schön da und bald werden auch die Tomaten rot sein. Mit etwas Glück gibt es auch nach den Sommerferien noch etwas zu ernten. Dann kommt die nächste SchülerInnengruppe auf den ACKER, die sich wieder ein halbes Jahr um die Pflege kümmert. Auch LehrerInnen werden dabei sein, denn der ACKER ist eine langfristige Investition für die Turmbergschule und soll im Wahlpflichtbereich und in den Unterrichten dauerhaft eine Rolle spielen. Denn eine gute Ernährung und ein Sinn für die aktive Mitgestaltung der Welt sind auch für künftige SchülerInnengenerationen von großer Bedeutung.